Rede Wolfgang Weiss

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Kreisverband Memmingen
Wolfgang Weiss, wolfgang-weiss@kabelmail.de 08331-983066 Memmingen 10. März 2014.
Fukushima-Mahnwachen-Rede 3. Jahrestag 2014.

Rede zur Erinnerung gegen das Vergessen, einer verfehlten Energiepolitik, sowie über das Versagen der Verantwortlichen

Herzlichen Dank an Euch die ihr heute zu dieser Mahnwache gekommen seid. Um diesen Tag zu Gedenken. Mein Name ist Wolfgang Weiss von den Memminger GRÜNEN. Möchte euch so kurz als möglich Erinnern an eine verfehlte Energiepolitik, über das Versagen der Verant-wortlichen und einige Folgen, einer als absolut sicheren Energietechnik, die von Wissenschaft Justiz und Politik verbrieft und versiegelt war. Noch eins dazu Fukushima heißt übersetzt Glücksinsel.

Ein Überblick:

Das AKW-Gelände Fukushima-Daiichi liegt im Nordosten der Hauptinsel in der gleich- namigen Präfektur am Pazifik. Die Küste ist etwa 35 m hoch, wegen Kostenreduktion für Kühlwasser aus dem Meer und Transporte ans Werk, wurde das Niveau auf 10 m über Meer abgesenkt. Von 1967 – 1970 wurde der erste Reaktor errichtet, es ist somit der älteste Reaktor Japans und sollte 2011 abgeschaltet werden. Wurde aber zu Jahresbeginn um 10 Jahre verlängert.

Auf dem Gelände sind 6. Reaktoren, es sind Siedewasserreaktoren, die nur einen Hauptkühl- kreis haben, mit je einem Abklingbecken und einen zusätzlichen Trockenlager. Im Reaktor 3 waren MOX Brennelemente (Uranoxid/Plutoniumoxid) im Einsatz. Aktionäre von Tepco, der Betreiberfirma sind, in der Mehrheit japanische Großbanken. Nach den Katastrophen hat der japanische Staat einen erheblichen Anteil übernommen da sonst der Konkurs drohte.

Die Katastrophen:

Am 11. März 2011. 14.47 Ortszeit beginnt 163 km Nordöstlich von Fukushima das Erdbeben. 23 Sek. später erreichen die Primärwellen die sechs AKW-Blöcke Fukushima Daiichi. Das Beben erreicht die Stärke der Skala neun, es dauert etwa 2 min. lang. Die externe Stromver-sorgung die Schalt- und Sicherungsanlagen fallen aus. Sicherheitseinrichtungen reagieren, sie schalteten auf Generatoren Strom und Notkühlung um.

Die Anlagen waren als absolut sichere Werke nicht an das Tsunami-Warnsystem angeschlossen. 88 min. später um 15.35 erreichen die 13 – 15 m hohen Wellen das Kraftwerkgelände. Die AKW-Anlagen haben einen erhöhten Überflutungsschutz, von geforderten 3,12 m ist eine Mauer von 5,70 m vorhanden. Die Werke werden meterhoch überflutet. von den 13. Generatoren fielen 12 aus. Schaltanlagen, Pumpen saufen ab und wurden zerstört. Die dann von Batterien betriebene Notkühlung hielte nur begrenzte Zeit durch, dann versagen auch diese Systeme. Die letzte Notreserve, die Kondensation-Kühlung wurde aus Unwissenheit falsch bedient und viel auch aus. Damit nahm die Nuklear-katastrophe ihren Lauf.

Um15.42 meldet Tepco einen nuklearen Notfall in den Blöcken 1-3. Um 17.07, 172 min. nach dem Tsunami, Meldung von Tepco, Ausfall der Notkühlsysteme. Die Reaktoren und Brenn- elemente-Abkühlanlagen beginnen sich thermisch zu erhitzen. Dabei entsteht unter anderem Wasserstoffgas. Durch gezielte Druckentlastungen, um ein Bersten der Reaktor- Gebäude zu verhindern, werden öfters radioaktive Gase, Stoffe an die Umgebung abgegeben. Neutronen strahlung wird gemessen, das auf einsetzende Kernschmelzen hindeutet.

Niemand hatte damit gerechnet, dass der Strom für so lange Zeit ausfallen kann. Alle Anlagen zur Kontrolle, zu Sicherheitseinrichtungen sind unbrauchbar. Durch Autobatterien können einzelne Werte der Reaktoren sichtbar gemacht werden, zeigen zum teil falsche Werte. Innerhalb von 4 Tagen werden 4 der 6 Reaktorblöcke, sowie Abklingbecken durch Explosionen, Brände mehr oder weniger zerstört. Da sämtliche Sicherheitsanlagen die ersten drei Tag defekt, bzw. funktionsuntüchtig waren, konnten keinerlei verlässliche Daten erhoben in dieser Zeit erhoben werden, weder Strahlenbelastungen, noch die Zustände in den Reaktoren und Abklingen-Becken. In drei Blöcken ist eine Kernschmelze eingetreten. Heute schätzt man, dass die Aufräumarbeiten und Beseitigung etwa 50 Jahre dauern werden.

Zum Zeitpunkt des Bebens sind 3 AKW-Blöcke in Betrieb, 2 heruntergefahren zur Neubestückung mit Brennelementen, einer wegen Revision abgeschaltet. in den AKW-Blöcken und den Abklingbecken befinden sich 14.225 Brennelemente mit einer Masse von

2438 tonnen radioaktive Spaltmaterialien. Zur Kühlung sind etwa 10.000 ton. hoch radio-aktives Wasser im den Reaktoren vorhanden.

Evakuierungen:

Am 11. März 19.03 die japanische Regierung ruft den nuklearen Notstand aus. Um 20.50

fünf ein viertel Stunden später, nachdem die Tsunamiwellen das AKW-Geländer überflutet hat, verfügen die Behörden eine Evakuierung der Bevölkerung in einen zwei Kilometer Radius, um 21.23 wird dieser auf drei Kilometer erweitert, am 12. März 5.44 auf zehn und um 18.25 auf zwanzig Kilometer erweitert. Nachdem die Strahlung an der Geländegrenze auf 1,0 Sv/h gestiegen war, werden Kernschmelzen vermutet. Die Behörden bereiten die Verteilung von Jodtabletten vor. 12. März 9.03 Ökuma das nördlich liegt wird evakuiert, später wird bekannt, dass 90 bettlägerige Menschen zurück gelassen werden. 40 können später noch lebend gerettet werden.

bis zum 13. März werden 62.000 von 78.000 Betroffenen evakuiert, weitere 62.000 sollen

zunächst im Radius von 20 bis 30 km vorläufig in den Häusern bleiben. Am 25. März rät die Regierung diesen Betroffenen freiwillig das Gebiet zu verlassen. Begründung Versorgungs-schwierigkeiten. Bis zu 200.000 Menschen werden durch die Auswirkungen des Tsunami und AKW´s Heimatlos. In den Notunterkünften kommt es zu Verwerfungen, die Tsunamiopfer befürchteten verstrahlt zu werden, viele werden zurück gewiesen. Zehnausende von Tieren zu Hause, in der Landwirtschaft gehend elendig in den Ställen und Häusern zu Grunde.

Als Evakuierungsgrund wurden 50 mSv/a festgelegt, in Folge dessen werden mehrere Dörfer außerhalb der Zonen evakuiert, darunter der 7000 Einwohnerort Itate, der 40 km nordwestlich gelegen ist. Wie wir vor kurzem in der Presse lesen konnten sollen zunächst 400 Bewohner freiwillig dorthin zurückkehren. Im Nov. 2013 erklären Vertreter der japanischen Regierung, dass eine Wiederansiedelung der etwa 150.000 Menschen in die Region Fukushima, in absehbarer Zeit nicht möglich sei.

Vom 12. bis 15. März ereignen sich in den Blöcken 1., 3. und 4. Explosionen, die erste um am 12ten um 15.24 im Block 1, die, die Reaktorgebäude zum teil schwer beschädigen, hoch- radioaktives Material und Schutt, wird bis zu eineinhalb Kilometer in die Umwelt aufs Gelände geschleudert. Ortsdosisleistungen von 1000 mSv/h werden gemessen. Am 14. März erwägt Tepco die Anlagen aufzugeben, die Regierung unter Kan lehnt dieses ab. Am 20. März konnten die Blöcke 5. und 6. wieder in einen stabilen Zustand versetzt werden.

Man schafft Generatoren herbei, die wegen der zerstörten Wege, nicht heran kommen, durch hohe Strahlung und Trümmer, dann sind die Kabel zu kurz. Batterien werden per Hub- schrauber heran geschafft. Feuerlöschpumpen geht der Treibstoff aus, es herrschen unüber- sichtlich Zustände, Caos wie nach Katastrophen eben üblich sind, da man von eine absoluten Sicherheitslage der AKW´s ausging. Sämtliche Türen, Ventile usw. müssen per Hand bewegt werden da Stromlos, viele Orte können wegen hoher Strahlung, Zerstörungen nicht erreicht werde. Durch Nachbeben und weitere technischen Schwierigkeiten werden die Arbeiten immer wieder unterbrochen.

Radioaktives Kühlwasser, von unvorstellbaren Mengen, das durch Schächte und Undicht-heiten ins Meer läuft und im Gelände versickert. Später wird es in Tanks auf dem Meer, im Gelände gelagert, ständiges Auslaufen durch Undichtheiten mit tausenden von ton. Schadens-wasser sind bis heute zu verzeichnen. Das gesamte Gelände ist radioaktiv versumpft. Im Meer vor der Küste werden die Grenzwerte um das hundertausendfache und mehr überschritten. Es werden die höchsten Cäsiumwerte gemessen die auf der Welt je gemessen wurden. Der Flugzeugträger Ronald Reagan der hundert Mailen vor der Küste kreuz, wird von einer radioaktiven Wolke kontaminiert. Bis ende 2013. werden 71 schwere Erkrankungen diagnostiziert, davon 51 Krebsfälle.

Anfang April 2011. werden weil keine Behältnisse da sind etwa 11.500 ton. radioaktives Wasser ins Meer geleitet. Anträge werden gestellt die Schadenwässer im Meer zu verklappen. Mitte September 2013. stehen 1000 billigst gefertigte Lagertanks mit 335.000 ton. an Fassung auf dem Gelände. Ständig werden Lecks gemeldet. An Lecks wird ein Strahlenwert bis zu 2200 mSv/h gemessen, das wurde erst festgestellt, als neue Geräte zum Einsatz kamen, die bisherigen Dosimeter konnten nur bis 100 mSv/h messen. Röntgenstrahlung hat an den Tanks eingesetzt, weil die radioaktiven Wässer mit Partikel der Tanks reagieren.

Später stellt man fest, dass der Betreiber Tepco, die Probleme nicht in den Griff bekommt. Schwere Zwischenfälle, Schlampereien, Kompetenzwirrwarr, Vertuschungen, geschönte und falsch erhobene Messwerte, Pannen werden verschwiegen und ganz legal hat die Regierung eine Zensur für schlechte Nachrichten erlassen. Es herrschen chaotische Zuständigkeiten, Borsäure wird dem Kühlwasser zugefügt um die Kritikalität zu verringern. Es gelingt aber nicht die Kernschmelzen zu unterbinden. Später wird das Werkgelände mit Kunstharz übersprüht, um radioaktive Stäube zu binden. Es muss mit Meerwasser gekühlt werden, durch die hohe Hitze bildet sich Salzschlacke sodass die Kühlleistung nachlässt, es wird auf Süßwasser umgestellt, das erst mit Schiffen und dann per Fernleitung hergeleitet werden muss. Strahlenwerte und Situation Beschreibungen werden real nur von Umwelt-organisationen geliefert.

Ende April beginnen die weiter entfernten Städte und Orte, an privaten Häusern mit der Abtragung von Erde, vor allem an Schulen, Kindergärten, öffentlichen Plätzen das bis heute andauert, aber es ist ein großes Problem, wohin mit den abertausenden von Tonnen abge- tragenem Boden. Diese werden einfach in Plastiksäcke abgefüllt und wo Platz ist abgelagert, als Begrenzung der Hausgärten, an Straßenrändern, im feien Feld usw. Tausende Dosimeter werden an die Schulkinder verteilt. Zur Beruhigung der Bevölkerung. Die Regierung lässt verkünden, dass ein einfaches Umgraben des Bodens ausreichen würde zum Strahlenschutz, oder Boden abtragen und untere Erde auf die obere Erde legen.

Darüber hinaus wie wir alle Wissen, werden auch weit ab liegende landwirtschaftlich Flächen stark Belastet, ob Reis, Tee, Gemüse, Tiere, die Fischerei usw., das starke Einbußen der Landwirte und des Handels nach sich zog. Tepco muss etwa 1 Milliarde Euro Entschädigung leisten.

Nach den Explosionen und den hohen Strahlenbelastungen wurden die Grenzwerte für die Kinder von 1 mSv/a auf 20 m Sv/a herauf gesetzt, bei den Arbeiter von 100 mSv/a auf 250 mSv/a heraufgesetzt. An der Ausrüstung der Arbeiter, an Dosimeter, an Sicherheitsstiefel, an Messgeräte gab`s zu wenige und etliche hatten nur eine begrenzte Messgrenze von 100 mSv/h, also konnten höhere Werte gar nicht gemessen werden, wie sich später herausstellte.

Schadensfallsumme bislang geschätzt 2013. bei 150 bis 190 Milliarden Euro. Die Rück- Versicherungsgesellschaften geben sich gelassen, Schäden durch Nuklearunfälle, sind grundsätzlich nicht versichert. Tepco wird Verpflichtet Entschädigungen an die Evakuierten zu leisten. Ein-Personen Haushalte erhalten 6250 €, Mehr-Personen-Haushalte 8300 €.

Letztendlich wird der Staat maßgeblich für die Kosten aufkommen. Die Regierung ist dadurch interessiert, die Kosten so niedrig wie möglich zu halten, da Tepco die Entschädigungen nie leisten kann, denn man höre, wenn Menschen in die kontaminierten Gebiete zurückkehren, erlöschen nach einem Jahr automatisch die Entschädigungen.

Das erklärt die Erhöhung der Strahlengrenzwerte, denn Werte unter dem Grenzwert gelten als unbedenklich und nicht einklagbar bei Strahlenschäden. Aber das ist auch in unseren Breiten, eine beliebte Praxis. Drohen hohe Forderungen zur Minimierung, oder die Anzahl der Betroffenen wird zu hoch, werden eben Grenzwerte erhöht und die Probleme sind für Verursacher oder Staat aus der Welt. Es finden sich immer Wissenschaftler die entsprechende Gutachten fertigen.

Die Welt-Durchschnitts Strahlung liegt bei 2,4 mSv/a (im Jahr). Bei uns gilt ein Wert, der auch weltweit praktiziert wird, von 1 mSv/a = 1000µSv/a, bei strahlenexponierten Personen 20 mSv/a, im Leben bis 400 mSv. Medizinische Expositionen sind die häufigste Strahlen-belastung bei uns, dann folgt die Kohle bei Abbau und Verbrennung, dann die kern-technischen Anlagen mit etwa durchschnittlich 10 µSv/a.

Anfang Mai 2012 ging das letzte der über 54 Reaktoren Japans von Netz. Heute sind wieder

2 Reaktoren in Betrieb. Bilanz des Tsunami, etwa 20.000 Tote, davon über 2000 vermisste Personen, wieviel Tote oder schwere gesundheitliche Folgen in den nächsten Jahrzehnten zum Tragen kommen, ist bislang nur schwer voraussehbar. Nachprüfbare Aussagen sind durch Tepco und der Regierung, aus Gründen der Geheimhaltung wenig zu bekommen. Die Ärzte, die Krankenhäuser sind angewiesen keine Daten weiter zu geben. Doch sicher ist nur, dass die Schilddrüsen Veränderungen vor allem bei den jugendlichen deutlich zu genommen haben. So in etwa hat sich die Situation auch in Tschernobyl entwickelt. 100.000 Menschen leben derzeit noch in Notlagern. 50.000 sind verzogen oder bei Verwandten und Freunden unter gekommen.

Bei uns in Deutschland sind durch ein Abkommen aller AKW Betriebe, Schäden bis etwa

2,5 Milliarden Euro abgesichert. Eine Haftpflichtversicherung besteht nicht. Weitere Schäden muss die Allgemeinheit tragen. Es gilt immer noch das höchstrichterliche Urteil, aus den 70ziger Jahren, wenn die Gemeinschaft die Wohltaten einer billigen Energie geniest, muss sie auch ein hypothetisches Restrisiko tragen. (Kalkarurteil) . Die inzwischen gesehenen Katastrophen von Harrisburg, Tschernobyl und dann Fukushima zählen folge dessen als Restrisiko. Nochmals 2,5 Milliarden gegen 150 Milliarden oder mehr an Schäden, in Fukushima, von Tschernobyl und anderen Ereignissen mal abgesehen, das muss einem zum Nachdenken bringen, dazu die ungelöste Problematik von einer Million Jahre strahlendem Atommüll und deren entstehende Kosten. wer wird diese billige Energie mit solchen Folgen bezahlen, wer die Zwischenlager wo bis zu 400 Castoren gelagert werden sollen und vor allem die Kosten für das Endlager, mit einer Dauer von mehreren einhundert-tausend Jahren.

Energie ist immer Billig wenn die Folgekosten auf die tausenden von Folge-Generationen,

sowie Schadensabwälzung auf die Allgemeinheit abgewälzt werden kann. Das muss politisch geklärt werden, die Wähler haben diese Tatsachen in ihrem Wahlverhalten bislang nicht berücksichtig und wählen seit Jahrzehnten die Atomenergie unterstützenden Parteien.

Die EU hat nach der Katastrophe freiwillige AKW-Stresstests vorgeschlagen. Die Reparatur- Nachrrüstkosten aller 134 europäischer AKW´s würden etwa 25. Milliarden Euro Kosten. Greenpeace hat vor kurzem eine Studie vorgelegt, dass 66 europäische AKW´s etwa 30 Jahre alt sind und etliche über 35 Jahre Betriebsdauer haben, was die Risiken eines Unfalles in Europa erheblich erhöht. Keines der 58 AKW´s Frankreich erfüllte die gesetzten Kriterien.

Jetzt kann sich ein jeder ausrechnen, dass das Risiko mit jedem Tag höher wird. Zumal die

Landes- wie Bundesregierung nicht mit Nachdruck auf Sicherheitsnachrüstungen drängt, weil

die letzten 9 AKW´s ab 2017 bis 2022 abgeschaltet werden sollen. Aber bei uns gilt dasselbe wie in Japan, die AKW-Anlagen sind absolut sicher, wer anderes behauptet ist Panikmacher. In Gundremmingen Stand 2013. sind 4262 Brennelemente in den Abkling-becken und 2-mal etwa 780 Brennelemente in den beiden Reaktoren. Im Zwischenlager befinden sich 41 Castoren mit einem Strahlen-potenzial von 41-mal Tschernobyl. Täglich wird in Gundremmingen das Strahlenpotenzial von dreimal Asse mit seinen 225.000 Fässern an strahlendem Müll erzeugt. Die Kosten für die Bergung in der Asse, in die ja täglich 12.000 Liter an Wasser eindringt und deshalb ausgeräumt werden muss, darf natürlich die Allgemeinheit tragen, wohin mit dieser Menge ist bis heute nicht geklärt. Übrigens in Gundremmingen wird jeden Tag das Strahlenpotenzial von dreimal Asse erzeugt.

Frage, was passiert wenn Lauingen bei Gundremmingen wegen eines Unfalles evakuiert werden muss. Laut Notfallplan wird die Bevölkerung nach Memmingen und ins Unterallgäu evakuiert. Wie werden wir uns dann verhalten.

Albert Einstein sagt:

Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind,

eine neue Art des Denkens ist notwendig wenn die Menschheit weiterleben will,

ein anderer sagt, wenn Du erkannt hast, dass es ein Problem gibt und du nichts dagegen unternimmst, bist du selbst Teil des Problems, deshalb stehe ich heute mit Euch hier auf diesem Platz, um zu Mahnen und der Opfer zu gedenken, die dieser menschenverachtenden Energieerzeugung zum Opfer gefallen sind.

Wünsche Euch allen einen ruhigen Schlaf, mit unserem tödlichen Nachbarn Gundremmingen, zur Sicherheit könnt ihr ein paar Jodtabletten mitnehmen. Aber sie werden euch im Notfall nicht helfen können. Es hilft nur ein zeitiges Abschalten aller AKW´s.

Deshalb der Ruf Abschalten, Abschalten!

Lasst uns nun einen Mahnkreis bilden und für eine Minute schweigend in Gedenken

verweilen.

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