attac – Rundbrief 09/2011

allo liebe Leute,

Sommer und Sommerpause sind nicht nur gefühlt vorbei. Jetzt geht es
Schlag auf Schlag. Rohstoffkampagne, Bankenwechsel und europaweiter
Aktionstag zu Eurokrise und für echte Demokratie – viel passiert und
noch mehr wäre zu tun. Ende Oktober geht’s dann nach Saarbrücken zum
Ratschlag, wo wir uns hoffentlich alle treffen.

Bleibt rührig und wachsam,

grüßt Euer Boris

Inhalt:

1) Attac Herbstratschlag – 28.-30. Oktober in Saarbrücken: Eurokrise und
Attac-Struktur
2) Krisenaktionstag am 15. Oktober – Für echte Demokratie in Europa
3) Bankwechselkampagne – Postbankaktionen überall
4) Kampagne gegen Rohstoffraub – Aktion in Berlin kommenden Dienstag
5) G20 in Frankfreich – Im November auf nach Nizza
6) Veranstaltungsangebot für Regionalgruppen – ReferentInnen on Tour
7) Attac-Kongress in Kiel – Eine andere Welt ist möglich!
8) Attac Intern – Protokoll vom KoKreis-Treffen
9) Neu im Webshop
10) Termine, Termine, Termine

1) Attac Herbstratschlag – 28.-30. Oktober in Saarbrücken: Eurokrise und
Attac-Struktur
Krise, Krise, Krise – und die Zeche zahlen nicht die Verursacher_innen,
sondern wir alle. Angetrieben durch die Bundesregierung blasen EU,
Zentralbank und IWF zu einem Angriff auf soziale und demokratische
Rechte in Europa. Diese Angriffe brauchen eine schlagkräftige Antwort
und Gegenwehr. Wo verortet sich Attac in diesen Auseinandersetzungen?
Was kann unser Beitrag für ein gerechtes, soziales und demokratisches
Europa sein?
– Es geht aber auch um die Attac-Strukturen. Passen sie nach 10 Jahren
noch? Was müssen wir ändern? Denn Attac ist zwar sehr lebendig und
höchst nötig, müsste jedoch wahrnehmbarer und durchsetzungsfähiger sein.
Dazu gibt es ein Impulspapier vom KoKreis (http://kurzlink.de/uh0pVwCyO)
in dem auch Fragen an Euch formuliert sind. Wir bitten Euch herzlich um
Eure Gedanken und Erfahrungen. Mailt sie uns gleichzeitig an
max.bank@attac.de und eberhard.heise@attac.de.
– Selbstverständlich wollen wir auch Rat und Koordinierungs-Kreis wählen
und den Haushalt 2012 verabschieden. Kommt also zahlreich, nur gemeinsam
können wir unsere Verantwortung in diesen aufregenden Zeiten gut wahrnehmen!

Wichtige Fristen und Informationen:
*Finanzanträge und wichtige konzeptionelle Vorschläge müssen bis zum
6.10.2011 per Mail bei ratschlag@attac.de eingegangen sein.
*Für Wahlen und Haushaltsentscheidungen müsst Ihr Delegierte wählen und
anmelden: ratschlag@attac.de Mitgliedsorganisationen und bundesweite AGs
haben je zwei Delegierte, Gruppen soviel wie hier aufgeführt:
http://kurzlink.de/Q997rWGFk
* Meldet Euch bitte, bitte an: http://www.attac-netzwerk.de/index.php?id=9838
* Kurzvorstellungen der Kandidat_innen für Rat und KoKreis sollen vorab
online und im Reader veröffentlicht werden. Schickt diese Texte
ebenfalls an ratschlag@attac.de.
Alle weiteren Infos gibt es unter http://www.attac.de/ratschlag

2) Krisenaktionstag am 15. Oktober – Für echte Demokratie in Europa
Für den 15. Oktober hat die spanische Demokratiebewegung zu einem
Aktionstag gegen die herrschende Krisenpolitik in Europa aufgerufen.
Attac Deutschland beteiligt sich daran mit vielen Aktivitäten.
– In Berlin findet eine große Anhörung zur Krise statt: 10.00-16.45 Uhr
im GRIPS-Theater (Altonaer Straße 22). Zuerst sollen dabei Aktive und
Betroffene aus jenen Ländern zu Wort kommen, die besonders stark unter
der Krise zu leiden haben. Anschließend geht es um die Krisenursachen
und die politischen Alternativen. Im Mittelpunkt stehen dabei die
ökonomische Schieflage in Euroland, die ungleiche Verteilung von
Vermögen und die fehlende Regulierung der Finanzmärkte. Im dritten Block
geht es dann darum, gemeinsam Handlungsoptionen auf den verschiedenen
Themenfeldern zu entwickeln. Weitere Infos zur Anhörung werden nach und
nach im Internet veröffentlicht: http://www.attac.de/krisenanhoerung/
– Auf Youtube könnt ihr Euch einen Vortrag von Steffen Stierle zum Thema
„Europa am Scheideweg“ ansehen: http://www.youtube.com/attacoberberg
– Ähnlich informativ ist die Kontext.TV-Sendung zur Eurokrise, unter
anderem mit Beiträgen von Sven Giegold und Ökonom Heiner Flassbeck.
Einzelne Beiträge sind im Internet abrufbar: http://www.kontext-tv.de/node/146.

3) Bankwechselkampagne – Postbankaktionen überall
Die Baggeraktion am 23.8. vor dem Hauptsitz der Deutschen Postbank
(www.attac.de/aktuell/bankwechsel/aktionen/baggeraktion/) soll der
„Startschuss“ für viele weitere, dezentrale Postbankaktionen sein. Zeigt
doch Eurer Postbank-Filiale vor Ort sowie ihren KundInnen, dass Ihr mit
deren Geschäftspolitik nicht einverstanden seid! Denn seit November 2010
gehört die Postbank mehrheitlich zur Deutschen Bank. Die rund 4,5
Millionen Postbankkunden – zumeist von der Deutschen Bank eher
ungeliebte „Normalverdiener“ – wurden dabei nie gefragt. Außerdem
investiert keine andere deutsche Bank so massiv in Rüstungs- und
Atomgeschäfte, Nahrungsmittelspekulationen und Schattenfinanzplätzen wie
die Deutsche Bank. Attac ruft deswegen dazu auf, der Postbank/Deutschen
Bank den Rücken zu kehren und zu einer ethisch wirtschaftenden Bank zu
wechseln.
Aktionsideen gibt es viele. Auf der Webseite der Bankwechselkampagne
findet Ihr erste Anregungen und Tipps zum Nachmachen:
http://www.attac.de/bankwechsel/postbank-ade/ Wenn Ihr aktiv werden wollt, gebt
uns bitte Bescheid. Meldet Euch einfach unter
bankwechsel@attac.de

4) Kampagne gegen Rohstoffraub – Aktion in Berlin kommenden Dienstag
Am kommenden Dienstag wird Attac im Rahmen der Kampagne gegen die
„EU-Rohstoffinitivative“ dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI)
in Berlin einen kleinen Besuch abstatten. Bei einer bildstarken Aktion
werden Rohstoffräuber aus der Industrie mit Hilfe der EU und der
Bundesregierung die Welt ihrer Rohstoffe berauben – bevor sie von
Attacis bei der Flucht gestoppt werden. Die Attac-Kampagnengruppe
(www.attac.de/rohstoffraub) freut sich über rege Teilnahme. Meldet Euch
einfach bei Hanni (hanni.gramann@gmx.de) oder bei Boris
(boris.loheide@attac.de). Wer Räuber spielen möchte, sollte Anzug bzw.
Kostüm dabeihaben.
Ort: Alexanderstraße 11, Treffpunkt Weltzeituhr Alexanderplatz – Zeit:
Treffen ab 8:30 Uhr, Aktion ab 9:00 Uhr

5) G20 in Frankreich – Im November auf nach Nizza
Anfang November treffen sich die Großkopferten der 20 mächtigsten
Industrienationen, um über mögliche Antworten auf die weltweite
Wirtschaftskrise zu beratschlagen. Legitimiert hat sie niemand zu dieser
undemokratischen Clubbildung – und die Ergebnisse ihrer Kamingespräche
werden aller Voraussicht nach wieder der Ideologie der neoliberalen
Globalisierung folgen und damit weniger nützen als noch mehr Schaden
anrichten. Daher mobilisiert Attac Deutschland zu den G20-Protesten im
Herbst im südfranzösischen Nizza. Dort werden
GlobalisierungskritikerInnen mit einer Gegenkonferenz, Demonstrationen
und Aktionen vom 1. bis 4. November ihren Widerstand gegen die
neoliberale Krisenpolitik zum Ausdruck bringen. Mit einem Bankentribunal
im Vorfeld wird Attac Frankreich die negative Rolle der Banken
beleuchten. Mehr Informationen gibt es (auf französich) auf der Seite
von Attac Frankreich:
http://www.france.attac.org/face-au-g8-et-au-g20-les-peuples-en-lutte

6) Veranstaltungen für Regionalgruppen – ReferentInnen on Tour
Auf vielfachen Wunsch gibt es nun eine Zusammenstellung von aktuellen
Veranstaltungsangeboten aus verschiedenen bundesweiten Attac
Arbeitszusammenhängen. Themen sind Kommunalfinanzen,
Finanztransaktionssteuer, Eurokrise, Grundeinkommen,
Geschlechtergerechte Ökonomie, Europas Rohstoffraub,
(Post-)Wachstums-Debatte und Bankenwechselpartys. Die Veranstaltungen
werden jeweils von Referent_inn_en aus den entsprechenden AGs
durchgeführt, das Honorar handeln sie direkt Euch vor Ort aus. Im
Bundesbüro gibt es Vorlagen für Flyer, Plakate und Presseeinladungen.
Wer Interesse an einer solchen Veranstaltung hat, melde sich bitte mit
2-3 Terminoptionen und genug zeitlichen Vorlauf im Attac-Bundesbüro:
regionalgruppen@attac.de. Weitere Infos gibt es unter
http://kurzlink.de/Gkt08PJDU.

7) Attac-Kongress in Kiel – Eine andere Welt ist möglich!
Im Vorfeld des neoliberalen „Global Economic Symposium“ des Kieler
Instituts für Weltwirtschaft organisiert Attac Kiel zusammen mit
Kooperationspartnern am 30.9./1.10. den Kongress „Eine andere Welt ist
möglich! – Wie wollen wir leben?“ (www.andereweltistnoetig.de). Im
Mittelpunkt steht dabei die Suche nach Alternativen zu einer
Globalisierung, die von Profitstreben getrieben wird, und die in der
herrschenden Politik und Wirtschaftswissenschaft als alternativlos gilt.
Der Kongress findet im Kulturzentrum „Die Pumpe“ statt und freut sich
auf Kostenbeiträge nach eigenem Ermessen von den TeilnehmerInnen.
Kontakt und Anmeldung: info@andereweltistnoetig.de

8) Attac-Intern: KoKreis-Protokoll – Alles wichtige aus der Gremiumssitzung
Ab sofort sollt Ihr die KoKreis-Protokolle nicht mehr nur zum
Runterladen im Netz finden, sondert sie direkt geliefert bekommen: Am
Ende des jeweilgen Gruppeninfobriefs. Damit soll eine alte Tradition
wieder aufleben und der Anspruch an Transparenz unseres Netzwerkes
einmal mehr unterstrichen werden. Weiter unten in dieser Mail findet ihr
also das gute Schriftstück.

9) Termine, Termine, Termine
*23.09. – Wangen im Algäu: Vortrag zum Grundeinkommen
*25.09. – Frankfurt: Vorbereitungstreffen für Aktion an der EZB zur
Eurokrise, 11-17 Uhr, Attac Bundesbüro
*30.09.-1.10. – Kiel: Kongress „Eine andere Welt ist nötig!“
*01.10. – London: Konferenz „Europe against Austerity“ – Für eine neue
Bewegung: http://www.europeagainstausterity.org
*04.-06.10. – Kiel: Kongress „Eine andere Welt ist möglich! – Wie wollen
wir leben?“
*08.10. – Recklinghausen: Attac-Regionalkonferenz NRW, 10-17.30 Uhr
*15.10. – Überall: Aktionstag gegen Krisenpolitik, Kürzung und
Sozialabbau. In Berlin: Krisenanhörung, 10-16 Uhr
* 28.-30.10. – Saarbrücken: Attac-Herbstratschlag 2011

10) Neu im Webshop
* T-Shirt „Damen, orange mit Attac-Aufdruck“, Kosten: 10 Euro
* Schlüsselband „orange, mit Attac-Aufdruck“, Kosten: 3 Euro
* Buch „Geld oder Leben“, Literarische Reise durch den
Wirtschaftswahnsinn, Kosten: 8,99 Euro
* Basistext „Nr. 35 – Seit wann gibt es eigentlich Globalisierung?“,
Einführung in die Geschichte der Globalisierung und ihrer
politökonomischen Theorien, Kosten: 6,50 Euro

Bis dann, Liebe Leute.

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