Günzburger Erklärung

S c h w a b e n e n e r g i e r a t

Günzburger Erklärung im Juni 2011
der im Schwabenenergierat verbündeten politischen Organisationen Aktionsbündnis „Atomausstieg jetzt!“ Region ULm/Neu-Ulm, Bund Naturschutz, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Bezirksverband Schwaben, DIE LINKE Schwaben, FORUM Gemeinsam gegen das Zwischenlager und für eine verantwortbare Energiepolitik e.V., ÖDP Bezirksverband Schwaben, Piratenpartei Bezirksverband Schwaben, SPD Bezirksverband Schwaben (vorläufiger Stand 10.6.11)

Angesichts der Katastrophe von Fukushima und angesichts der besonderen Gefahren, die von den in unserer Region laufenden zwei letzten Siedewasserreaktoren Deutschlands ausgehen

  • a. nur einen Hauptkreislauf statt der zwei in Druckwasserreaktoren;
  • b. die zwei brisanten Abklingbecken mit je über 2000 verbrauchten und extrem strahlenden Spaltelementen liegen außerhalb des Sicherheitsbehälters;
  • c. größte Atommülllagerung Deutschlands;
  • d. weltweit größter Einsatz in Siedewasserreaktoren von besonders riskanten Spaltelementen der Typen MOX und WAU mit Plutonium und gebrauchtem Uran)

und im Bewusstsein der Gefahren des Klimawandels wollen wir:

  • 1. Die zwei Siedewasserreaktoren („Fukushima-Typ“) Gundremmingen B und C müssen schnellst möglich, spätestens 2012, abgeschaltet werden. Insgesamt muss in Deutschland der Ausstieg aus der Atomkraftnutzung entsprechend der Vorschläge von Greenpeace bis zum Jahr 2015 oder allerspätestens entsprechend der Aussagen des Umweltbundesamtes bis 2017 verwirklicht werden. Für die Restlaufzeit müssen die Atomkraftwerkbetreiber eine risikogerechte Haftpflichtversicherung vorweisen.
  • 2. In Deutschland soll nach wissenschaftlichen Kriterien ernsthaft der best geeignete Ort für ein unterirdisches Endlager transparent und demokratisch gesucht werden.
  • 3. Endlich auch in Schwaben die Windkraft nutzen. Leitziele hierfür können sein: Die Errichtung von 1 – 2 Kilowatt Windkraft je Einwohner oder die Überplanung von zwei Prozent der Landesfläche für die Windkraftnutzung. Der Ausbau der Photovoltaik darf nicht abgewürgt werden. Eine Leistung von 1 – 2 Kilowatt Photovoltaik je Einwohner ist bis zum Jahr 2020 zu verwirklichen. Wir streben die 100 Prozent Versorgung mit Erneuerbaren Energien an und wollen, dass wir bis zum Jahr 2020 den Anteil der Erneuerbaren Energien an Deutschlands Nettostromversorgung von heute fast 20 Prozent auf annähernd 50 Prozent steigern. Das Ziel der jetzigen Bundesregierung, die einen 35 % EE-Anteil bis 2020 anstrebt, ist ungenügend und bahnt neuen Kohlekraftwerken den Weg.

Ulm, Neu-Ulm, Heidenheim, Dillingen, Günzburg, Augsburg

Kontakt: FORUM Gemeinsam gegen das Zwischenlager und für eine verantwortbare Energiepolitik e.V.

http://www.atommuell-lager.de

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Eine Antwort zu Günzburger Erklärung

  1. Der Ausbau der regenerativen Produktionsanlagen ist das Eine wichtige Ziel. Für die Versorgungssicherheit braucht es aber auch die passende Speichertechnik!

    Zitat aus dem Film „Freie Energie für Alle“ Die Vierte Revolution (am Beispiel Dänemark, ab Minute 20): „Wenn man den Anteil an erneuerbaren Energien erhöhen will, geht das nur über Speicherung…“

    Wie in Deutschland die Speicherung der regenerativen Energie ver-be-hindert wird steht hier:

    EEG-Novelle verspielt Chance für eine sichere Energieversorgung durch den Ausbau von Speichern
    http://www.eurosolar.de/de/index.php?option=com_content&task=view&id=1490&Itemid=363

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