Worte zur Mahnwache 04.04.11

Hallo Freunde der Sonne, des Windes, des Wasser!
Heute will ich über Alternativen zur Atomenergie sprechen und ich vermute mal, dass viel von euch sich Gedanken machen über neue Wege.

1. Mythologie
Die Sonne
Seit Anbeginn der Geschichte wird in allen Kulturen und Religionen die Sonne als Lebensquelle verehrt, fast immer war die Sonne der Hauptgott. Bei den Ägyptern ist Re oder Ra der Sonnengott, das heißt die Sonne selbst ist Gott, die Pharaonen waren die Söhne der Sonne. Bei den Griechen ist Helios de Sonnengott, der mit Sonnenwagen über den Himmel zieht oder Apollo, der Gott des Lichts. Bei den Persern und den Indern hieß er Mitra, um nur einige Beispiele zu nennen.
Sonne wurde immer als Quell des Lebens angesehen, denn ohne Sonne gibt es kein Leben auf der Welt.

Der Sonnengesang des Echnaton drückt das sehr anschaulich aus.
Schön erscheinst du im Horizonte des Himmels, du lebendige Sonne, die das Leben bestimmt! Du bist aufgegangen  im Osthorizont und hast jedes Land mit deiner Schönheit erfüllt. Schön bist du , groß und strahlend, hoch über allem Land. Deine Strahlen umfassen die Länder bis ans Ende von allem, was du geschaffen hast….
Gehst du unter im Westhorizont, so ist die Welt in Finsternis, in der Verfassung des Todes. Die Schläfer sind in der Kammer, verhüllten Hauptes, kein Auge sieht das andere… Die Finsternis ist ein Grab, die Erde liegt erstarrt, ist doch ihr Schöpfer untergegangen in seinem Horizont.
Am Morgen aber bist du aufgegangen im Horizont und leuchtest als Sonne am Tage; du vertreibst die Finsternis und schenkst deine Strahlen. Die beiden Länder sind täglich im Fest, die Menschen sind erwacht und stehen auf den Füßen, du hast sie aufgerichtet. Rein ist ihr Leib, sie haben Kleider angelegt, und ihre Arme sind in Anbetung bei deinem Erscheinen, das ganze Land tut seine Arbeit. Alles Vieh ist zufrieden mit seinem Kraut, Bäume und Kräuter grünen. Die Vögel sind aus ihren Nestern aufgeflogen, ihre Schwingen preisen deinen ka. Alles Wild hüpft auf den Füßen, alles, was fliegt und flattert, lebt, wenn du für sie aufgegangen bist. Die Lastschiffe fahren stromab und wieder stromauf, jeder Weg ist offen durch dein Erscheinen. Die Fische im Strom springen vor deinem Angesicht, deine Strahlen sind im Inneren des Meeres.

Der Wind
Der Wind wird in vielen Kulturen geflügelt dargestellt, haben aber nie die Funktion der Sonnengötter erreicht. In der griechischen Geschichte hat der Wind insofern eine Bedeutung erreicht, waren es doch die Winde, die bei der Invasion der Perser deren Flotte teils vernichteten, teils zerstreuten.
Wind ist ja auch ambivalent: einerseits wird er schon lange als Antriebskraft genutzt, andererseits hat er hohes zerstörerisches Potential.

Das Wasser
Diese Ambivalenz gilt auch für das Wasser. Ohne Wasser gibt es kaum Leben, Flüsse und Meere waren lange Zeit die wichtigsten Verkehrswege. Wasser wird eher mit Nymphen und Ungeheuern verbunden.

2. Das Sonnenlimit
Die Energie der Sonne wird mittels Photosynthese in Energie umgewandelt. Sie ist letztlich der einzige Produzent der Nahrung und der Produzent aller anderen Energien. Alle fossilen Energien sind Produkte der früheren Photosynthese. Durch den Zugriff auf die fossilen Energien konnten erstmals in der Erdgeschichte  wir Menschen die Gesetzte der Sonne durchbrechen und unsere Population weit über das Sonnenlimit ausdehnen.
Dies gelang nur, indem der Mensch die  gespeicherte Sonnenenergie von Jahrmiillionen in wenigen Jahrzehnten verbraucht und zwar indem er Kohle, Gas und Öl nutzt. Das zeigt, dass der vermehrte Verbrauch von Gas und Kohle, auch wegen ihrer ebenfalls begrenzten Menge, kein Ausweg ist.
Mit der Atomenergie versucht der Mensch, sonnenunabhängige, atomare Energievorräte auf der Erde zu entfesseln. Abgesehen vom Risiko der Atomenergie bei Unfällen, würde eine Ausdehnung  der Atomenergie die Erderwärmung nicht aufhalten. Außerdem sind die Uranvorräte ebenso begrenzt.

3. Die Energiefrage
Was bleibt zu tun? Mit aller Macht sind die alternativen Energien Sonne, Wind, Wasser und Erdwärme auszubauen.

Wasserenergie ist die momentan am besten und längsten genutzte Energie. Sie wird bereits seit 3500 vor Christus zur Energiegewinnung genutzt. Ca. 17% des gesamten weltweiten Nettostromverbrauchs stammen aus Wasserkraft. Schätzungen sagen, das vom Wasserkraftpotential erst ca. 20 % genutzt werden.

Windenergie wird auch bereits seit 3000 Jahren genutzt, vor allem auch zur Fortbewegung. Nur ca 1-2% unserer Energie kommen von Windkraft. Das Potential wird auf 4 Billionen kW geschätzt, eigentlich genug, um alle benötige Energie allein aus dieser Quelle zu schöpfen.

Bei Solarenergie (Photovolataik) hat sich in den letzten Jahrzehnten viel getan, man sieht es überall. Die Problematik dieser Energieform ist, dass dort wo viel Sonne scheint am wenigsten Energie verbraucht wird.
Der Transport ist noch schwierig, der Speicherung fast unmöglich.

Wenn man davon ausgeht, dass die wirtschaftliche Entwicklung auf unserem Planeten in dieser Form weitergeht und auch alle Weltregionen erfaßt, scheint es unmöglich diesen gigantischen Energiebedarf auf alternative Weise zu erzeugen. Viele Forscher rechnen das auch so aus.

4. Die Konsequenz
In erster Linie muss zuerst das Augenmerk auf Energieeinsparung gelegt werden. Wir müssen in den hoch entwickelten westlichen Ländern nach Meinung dieser Forscher ca. 50 % der Energie einsparen und den restlichen Energiebedarf können wird dann langfristig mit Sonnenenergie decken und so das Sonnenlimit einhalten.

Diese alternative Enregieformen haben darüber hinaus auch Nachteile. Das Landschaftsbild wird sich verändern, neue Stromleitungen sind nötig. Wasserenergie ist ein durchaus heftiger und gefährlicher Eingriff in die Natur.

Laut Umfragen sind wird Deutschen zwar mehrheitlich gegen die Atomenergie, aber genauso mehrheitlich gegen neue Stromleitungen, gegen Windräder und Photovoltaikanlagen vor unserer Haustür.
Wenn wir den Energieumstieg wollen, müssen wir diese Nachteile in Kauf nehmen, daran führt kein Weg vorbei.

Genauso müssen wir unseren persönlichen Umgang mit Energie durchleuchten und verändern. Dies betrifft neben Strom auch unser Verhalten mit Heizung und Auto, als die größten Energieverbraucher.

Wenn wir es schaffen würden , unseren privaten Energieverbrauch im nächsten Jahr um 10% zu senken, hätten wir schon viel gewonnen. Wir haben spürbar mehr Geld in unserem Geldbeutel und auch noch das gute Gefühl, dass wir uns mit aller Macht gegen die Energiekatatstrophe wehren.
Wenn wir dann noch den Stromanbieter wechseln und auf einen der vier Anbieter wechseln, haben wir schon ganz schnell den ersten Schritt getan.

Wer noch nicht gewechselt hat, kann dies ganz einfach tun und strengen wird uns doch gemeinsam an, Energie einzusparen.

Es gibt hier einen Blatt, um den persönlichen Energiebedarf zu erfassen und dann zu überlegen, wo kann ich einsparen.

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