Themenwoche „Essen ist Leben“

In der ARD ist Themenwoche „Essen ist leben“. Es kamen in SWR 1 bereits eine viele Interessante und bestürzende Informationen (z.B. dass in Kenia das meiste Wasser für die Rosenzucht verbraucht wird und die örtlichen Bauern fast nichts mehr bleibt).
Hier noch Informationen zur Lebensmittelverschwendung

Mehr als eine Milliarde Menschen weltweit hungern, während in einem Durchschnittshaushalt in Europa oder den USA rund ein Drittel der gekauften Lebensmittel in den Müll wandern. Nahrungsmittel im Wert von über 32 Milliarden Euro (48 Milliarden US-Dollar) werden jedes Jahr allein in den Vereinigten Staaten weggeworfen.

„Wenn wir die Leute dazu bringen können, weniger zu konsumieren, weniger zu kaufen, dann hat das Vorteile für die gesamte Produktionskette“, sagt Mike Webster von der Organisation „Waste Watch“, einer nichtstaatlichen Organisation mit Sitz in Großbritannien.

Würden weniger Lebensmittel weggeworfen, dann würden auch weniger Wasser, Dünger und Pestizide benötigt. Weniger Müll wiederum bedeutet kleinere Müllhalden. In den USA und in Europa wird etwa die Hälfte des Haushaltsmülls deponiert, in Entwicklungsländern sogar 80 Prozent.

Das weltweite Hausmüllaufkommen stieg bis 2006 auf 2,02 Milliarden Tonnen pro Jahr, so der aktuelle Bericht zur globalen Abfallwirtschaft „Global Waste Management Market Assessment report“. Für das Jahr 2011 erwarten die Autoren des Berichts einen Anstieg der weltweiten Müllmenge auf 2,8 Milliarden Tonnen, einen großen Anteil daran haben Lebensmittel.

Kriminelle Verschwendung

Diese Reste wären mehr als ausreichend, um 1,5 Milliarden unterernährter Menschen satt zu machen, errechnete Tristram Stuart, Autor des Buchs „Waste: Uncovering the Global Food Scandal“ (Müll: Die Aufdeckung des globalen Lebensmittel-Skandals). „Die Lebensmittelversorgung heute ist globalisiert“, schreibt Stuart. „Wenn wir Essen wegwerfen, entziehen wir es dem Weltmarkt – und damit denen, die am Verhungern sind.“

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